Bodo Ramelow versucht sich an einem "Unboxing"-Video. (c) Screenshot/Die Linke
Bodo Ramelow versucht sich an einem "Unboxing"-Video. (c) Screenshot/Die Linke
„Unboxing“-Video

Bodo Ramelow entdeckt Youtube

Nach der CSU hat jetzt auch die Linke das Medium Youtube für sich entdeckt. Wie schlägt sich Bodo Ramelow in seinem ersten „Unboxing-Video“?
Aus der Redaktion

In den letzten Wochen scheint die deutsche Parteienlandschaft reihenweise Youtube für sich zu entdecken. Damit hinkt man zwar etwa zehn Jahre hinter dem Rest der Welt her, aber besser spät als nie.

Ist die CSU kürzlich mit ihrem Vorstoß eher auf die Nase gefallen, will es die Linke nun besser machen und schickt den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow ins Rennen. Der Anlass: die bevorstehende Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober.

Als Format wählt man das bewährte und bei Jungen und Junggebliebenen allseits beliebte „Unboxing-Video“. Die Idee: Der Protagonist entpackt etwas, oftmals Kleidungs- oder Kosmetikeinkäufe, aus Tüten oder Kisten – die Kamera hält drauf. Diese „Ausbeute“ nennt sich im Englischen „Haul“. Verwendungsbeispiel (nach Ramelow): „Ich habe da mal Haul gemacht“.

Einen solchen „Haul“ stellt auch Ramelow in seinem Video vor. Die Besonderheit: Es handelt sich um Wahlgeschenke verschiedener Parteien.  Ein Sattelschoner von den Grünen (wahlweise auch als Badekappe verwendbar), ein Radiergummi von der SPD. Von der CDU gebe es nichts, heißt es zunächst – ein kleiner Seitenhieb muss sein.

Am Ende bringt man noch unauffällig die wichtigsten Punkte aus dem Wahlprogramm unter und ruft die Thüriger zum Wählengehen auf. Und Ramelow? Der will das Youtube-Feld in Zukunft lieber wieder den Profis überlassen.  

Übrigens hat die Union nach dem CSYou-Debakel scheinbar ihren Humor wiedergefunden. In einer Jobanzeige der CDU auf Twitter heißt es: „Wer sich mit dem Internet auskennt, sollte sich bei uns bewerben. Wer den Job kriegt, darf dann auch das berühmte Amthor-Video sehen.“

 

 

 

 

 
 


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