Marketing und Unternehmenskommunikation sollen bei BMW künftig noch enger verzahnt werden. (c) BMW Group
Marketing und Unternehmenskommunikation sollen bei BMW künftig noch enger verzahnt werden. (c) BMW Group
Neuausrichtung

BMW strukturiert Konzernkommunikation um

Integriert, global, themenorientiert: Die BMW Group richtet ihre Kommunikation neu aus und gibt mehrere Personalveränderungen bekannt. 
Aus der Redaktion

Erst im September 2019 stellte BMW seine Unternehmenskommunikation personell neu auf. Nun folgt der nächste Schritt: Die BMW Group hat ihren Bereich Konzernkommunikation und Politik mit Wirkung zum 1. Mai neu strukturiert, wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch mitteilte. So werden interne und externe Kommunikation künftig integriert sein und sich an Themen statt an Zielgruppen orientieren. Zudem würden Marktkommunikation und Politik global verzahnt werden.

Alexander Bilgeri übernimmt für Birgit Hiller

Der Bereich unter der Leitung von Maximilian Schöberl besteht demnach künftig aus fünf statt bislang sechs Hauptabteilungen:

  • Die Abteilung „Kommunikation Konzern, Finanzen, Vertrieb, Produkt, Technologie, Design“ wird von Nikolai Glies (Bild oben links) geleitet. Glies war bislang Leiter Unternehmens-, Produkt- und Innovationskommunikation.
  • Die Abteilung „Kommunikation Personal, Produktion, Einkauf, Nachhaltigkeit“ wird zunächst von Alexander Bilgeri (2.v.l.) , bislang Leiter Kommunikationsstrategie, Konzernaussagen und Kommunikationskanäle, kommissarisch geleitet. Birgit Hiller (2.v.r.), bisher als Leiterin interne Kommunikation für diese Hauptabteilung verantwortlich, wird das Unternehmen verlassen. Diese beiden Hauptabteilungen sollen in Zukunft sämtliche Kommunikationsaktivitäten zu ihren jeweiligen Themen für die Belegschaft, Journalist:innen sowie weiteren Multiplikatoren verantworten.
  • Alexander Bilgeri übernimmt zudem die Leitung der Abteilung „Strategie, Services, Media House, Marktkommunikation China, Europa“. China ist der größte Einzelmarkt des Konzerns. Bilgeri verantwortet zudem die Kommunikationsstrategie, die Aussagen und die PR-Veranstaltungen des Konzerns. Das Media House unter Leitung von Benjamin Titz ist ebenfalls Teil dieser Abteilung: Als Zentralfunktion in München orchestriert und entwickelt es das globale Storytelling weiter und betreut die digitalen Kanäle des Unternehmens.
  • Die Abteilung „Politik, Außenbeziehungen, Marktkommunikation Amerika, Asien-Pazifik, Afrika“ steht unter der Führung von Glenn Schmidt (Bild oben rechts), zuletzt Leiter Politik und Außenbeziehungen. Die Abteilung verantwortet die globale Interessenvertretung gegenüber politischen Stakeholdern und Multiplikatoren. Darüber hinaus umfasst sie nun auch die Marktkommunikation in den Regionen Amerika, Asien-Pazifik und Afrika. Politik und PR-Funktionen werden zudem in ausgewählten Märkten zusammengeführt, um laut Unternehmen den „One Voice“-Kommunikationsansatz weiter auszubauen.
  • Als fünfte Hauptabteilung bleibt die BMW Group Classic, die das Archiv, die Sammlung historischer Fahrzeuge, die Classic Services und das BMW-Museum betreut. Neuer Hauptabteilungsleiter ist Helmut Käs, der bislang für die „BMW Welt“ verantwortlich war. Er folgt auf Ulrich Knieps, der Ende 2020 in den Ruhestand getreten ist.

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit des Marketings für die Marke BMW mit der Unternehmenskommunikation der BMW Group weiter gestärkt und intensiviert werden. Agenturen und Dienstleister würden global gemeinsam ausgerichtet werden. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist die gemeinsame Mandatierung der Exklusiv-Agentur The Game Group, die zum 1. April dieses Jahres erfolgte.

„Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv damit auseinandergesetzt, wie wir die Kommunikation der BMW Group in Zukunft gestalten möchten. Moderne Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und effiziente Prozesse sind wesentliche Bestandteile unseres Erfolges. Mit unserer neuen Aufstellung und unserem ganzheitlichen Kommunikationsansatz sind wir in einer hervorragenden Position, um den Weg der BMW Group in die Zukunft kommunikativ erfolgreich zu begleiten und den Wandel in unserer Industrie aktiv mitzugestalten“, sagte Maximilian Schöberl, Generalbevollmächtigter der BMW AG und Leiter des Bereichs Konzernkommunikation und Politik. Die Integration von interner und externer Kommunikation sowie die enge Verzahnung von Kommunikationsstrategie, Marktkommunikation und Politik seien innovative Schritte, um „unser volles Potenzial ausspielen zu können“.

Zudem kommt es zum 1. Juni 2021 zu weiteren personellen Veränderungen.

Manuel Sattig (Bild l.), bisher Leiter „Kommunikation der Werke Oxford, Swindon, Hams Hall“, verantwortet künftig die „Kommunikation der Werke Dingolfing und Landshut“. Bis zur Nachbesetzung wird Graham Biggs, Leiter Kommunikation Vereinigtes Königreich und Irland, diese Funktion kommissarisch führen. Sattig folgt auf Bernd Eckstein (2.v.l.), der die Leitung der Abteilung „Kommunikation Einkauf, Lieferantennetzwerk, Nachhaltigkeit“ übernehmen wird. Der bisherige Stelleninhaber Frank Wienstroth (2.v.r.) wird Leiter der Abteilung „Kommunikation Innovation, Design, Technologie, Digital Car“. Er folgt auf Benjamin Titz (r.), der zukünftig das Media House verantwortet.

 

 
 

Kommentare

Endlich sind die männlichen Kollegen wieder unter sich! Gratulation zur gelebten Diversifikation.

Gleicher Gedanke bei mir:) BMW - alles verstanden. Gratulation

Ein Armutszeugnis !

Da kann ich nur zustimmen: wirklich sehr erstaunlich, dass bei der Besetzung der Führungspositionen - zumindest soweit hier genannt - keine weibliche Kommunikationsmanagerin gefunden (oder: gesucht) wurde. Das hätte ich gerade von BMW nicht erwartet.

Wow! Dasselbe habe ich mir auch gedacht. Bleibt gerne im Gestern und denkt weiterhin nicht an morgen.


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