Apple nervt. (c) Thinkstock/iStock
Apple nervt. (c) Thinkstock/iStock

Bitte eine Apfelpause!

Sieben Sätze zum Apple-Hype in den Medien.
Anne Hünninghaus

„Ich hasse Apple“, grummelte eine Kollegin heute beim morgendlichen Nachrichtenlesen. Egal ob „FAZ“, „Süddeutsche“ oder „Zeit Online“: Überall beherrschte ein einziges Thema die Startseite – mit mindestens zwei, meist aber mehr Artikeln über die neuesten technischen Errungenschaften des kalifornischen Herstellers. Man berichtete vom „Raunen, das durchs Publikum ging“, als die neue Apple Watch präsentiert wurde und schickte Reporter nach Cupertino, die ein „Minutenprotokoll zum Apple-Event“ verfassten. Zugegeben – als Besitzerin eines in Funktion und Design eventuell überholten finnischen Klappgeräts fehlt mir die Leidenschaft, was Hightech für die Handtasche anbelangt (und jedem Besitzer von Stil fehlt vermutlich das Verständnis für neonfarbene Uhrencomputer in Pulsmesser-Optik). Was hier veranstaltet wird, ist eine Art der PR, von der die meisten Unternehmen nur träumen können. Vergeblich suchte man nach Hinweisen, dass es sich vielleicht doch um Native Ads handeln könnte (Die Smartwatch „sieht edel aus“, liebe „FAZ“?!), vergeblich nach Kritik an dem gigantischen Konzern. Jetzt endlich weiß ich, wie sich Fußballignoranten bei der Zeitungslektüre während der WM gefühlt haben müssen …

 
 

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