Dirigent gesucht (c) Thinkstock/feedough
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Sieben Sätze

Berlin sucht den Super-Dirigenten

Nach einer fast zwölfstündigen Sitzung schafften die Berliner Philharmoniker es nicht einen neuen Chefdirigenten zu präsentieren: Ein gefundenes Fressen für die Boulevardmedien. Unsere Sieben Sätze.
Fabian Peters

Bei der Nicht-Wahl eines Nachfolgers für den scheidenden Chefdirigenten Simon Rattle, stieg am Wahltag in der Berliner Jesus-Christus-Kirche kein weißer Rauch auf. Immer wieder wird die Personalie um den Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker mit der Papstwahl verglichen. Zumindest vom Ausmaß scheint sich der Medienrummel der vergangenen Tage diesem Vergleich anzunähern.

Während auf Twitter gewitzelt wurde, dass wohl BVB-Trainer Jürgen Klopp dem Berliner Musikensemble abgesagt habe, titelte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Ohne Chefdirigent geht´s auch“. „Bild“ hingegen setzte noch einen drauf  und sprach von einem „Super-Gau“, „Skandal in der Musikwelt“ und einer „Wahl-Farce“  – ganz wie man „Bild“ kennt: mit einem Schrei nach Aufmerksamkeit. Allerdings handelt es sich, des Skandals halber, doch eher um einen absichtlichen inhaltlichen Kommunikationsfehler. Die reine Information geriet in Zeiten der Medienkrise und des medialen Überlebens- und Konkurrenzkampfes dabei mal wieder in den Hintergrund, sodass viele offenbar vergessen haben, dass die Berliner Philharmoniker mit Simon Rattle durchaus noch einen Chefdirigenten haben – schließlich wird dieser sein Amt erst 2018 niederlegen.

 
 

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