Der BdP veröffentlicht einen Leitfaden zur tariflichen Einordnung von Kommunikatoren im öffentlichen Dienst. (c) Getty Images / sunnychicka
Der BdP veröffentlicht einen Leitfaden zur tariflichen Einordnung von Kommunikatoren im öffentlichen Dienst. (c) Getty Images / sunnychicka
Öffentlicher Dienst

BdP veröffentlicht Leitfaden zur PR-Bezahlung

Die Anforderungen an Kommunikatoren im öffentlichen Dienst wachsen – die tarifliche Eingruppierungspraxis bildet die Vielfalt an Aufgaben jedoch nur unzureichend ab. Der BdP reagiert nun auf diesen Umstand und veröffentlicht einen Leitfaden zur tariflichen Eingruppierung von Kommunikatoren.
Aus der Redaktion

Insgesamt mehr als 20.000 Kommunikatoren sorgen bundesweit dafür, dass Behörden, Dienststellen, Ministerien und sonstige staatliche Einrichtungen der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen. Die Anforderungen an die Kommunikation im öffentlichen Dienst steigen ständig – qualifizierte Fachleute für diese vielfältigen Aufgaben zu finden, wird jedoch immer schwieriger. Der Grund: eine – allzu oft – unattraktive Bezahlung. „Wer Abhilfe schaffen will, muss die gegenwärtige und obendrein regelmäßig uneinheitliche Eingruppierungspraxis überprüfen, " so Regine Kreitz, Präsidentin des Bundesverbands deutscher Pressesprecher (BdP).

Ein Beispiel: Die Aufgaben eines Sachgebietsleiters Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einer mittelgroßen Stadt in einer süddeutschen Metropolregion umfassen die einer klassischen Führungsposition, gepaart mit der Hauptverantwortung für die komplette Kommunikation der gesamten Stadtverwaltung. Die Stelle ist in die Entgeltgruppe 10 TVöD/VKA eingruppiert, was einem monatlichen Einkommen zwischen 3.381 und 4.796 Euro entspricht.

In der freien Wirtschaft trifft die genannte Gehaltsspanne zwar für Referenten oder Mitarbeiter in der Kommunikation zu, nicht jedoch auf Positionen mit Führungsverantwortung. Dieser Fall steht symbolisch für viele, bei denen durch eine verfehlte Eingruppierungspraxis eine leistungs- und verantwortungsgerechte Bezahlung verfehlt wird.

Gemeinsam mit Tarifexperten hat der BdP daher er einen Leitfaden zur tariflichen Eingruppierung von Kommunikatoren im öffentlichen Dienst entwickelt. Dieser erläutert die besonderen Bezahlstrukturen im Staatsdienst und liefert Beispiele dafür, wie die Bewertung nach Qualifikationsebenen im Kommunikationsbereich angewandt werden kann.

Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des DBB Beamtenbund und Tarifunion, hat die Entwicklung des Leitfadens fachlich begleitet. Anlässlich seiner Veröffentlichung betont er die Bedeutung, die Kommunikatoren im öffentlichen Dienst zukommt: „Sie sind die Botschafter des Staats. Sie sprechen in der Öffentlichkeit für seine Absichten, sie gestalten seine Außendarstellung, die vermitteln sein Handeln, sie hören zu und geben Antworten.“ Daher brauche man in diesen Positionen absolute Profis – und die müssten qualifikations-, leistungs- und marktgerecht bezahlt werden.

Der Leitfaden kann hier heruntergeladen werden.

 

 
 


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