Augen zu und durch? Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung klug planen (c) Getty Images/iStockphoto
Augen zu und durch? Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung klug planen (c) Getty Images/iStockphoto

Augen zu und durch? Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung klug planen

Volker Brennecke vom VDI plädiert für die strategische Einbeziehung von Kommunikatoren bei Großbauprojekten.
Volker Brennecke

Kommunikatoren müssen meist die Suppe auslöffeln, wenn technische Großprojekte aus Mangel an Akzeptanz gegen die Wand gefahren werden. Gute Beispiele wie die „Neue Mitte Altona“ findet man heute immer noch zu selten. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass sich die Kommunikatoren meist mit „Krisenkommunikation“ und „Shitstorms“ befassen müssen.

Man kann die allfälligen Kommunikations-GAUs nur verhindern, wenn man Kommunikation sinnvoll und frühzeitig in die Projektplanung integriert. Deshalb gibt es den neuen Management-Leitfaden der Richtlinie VDI 7000 . Dieser bietet die Chance, einen ganzheitlichen Planungsansatz zu verfolgen. Er verbindet vor allem die Kompetenzen der Ingenieure und der Kommunikatoren, wenn es gilt, Stakeholder klug in die Ausarbeitung von Planungsvarianten einzubeziehen. Denn alle Konflikte, die im Vorfeld der Genehmigungsverfahren informell gelöst werden können, reduzieren die Risiken durch Klagen und die Schäden an Reputation. Schließlich muss erreicht werden, ein Projekt „in time and budget“ umzusetzen.

Der Kommunikationskongress 2014 bot die Plattform für eine gemeinsame Erklärung von BdP und VDI, wie beide Berufsgruppen sich gemeinsam weiterentwickeln, um das Megathema „Akzeptanz“ auch wirklich zu stemmen. Denn dass die Bespielung der diversen Kommunikationskanäle nicht ausreicht, um nachhaltige Akzeptanz für eine neue Stromtrasse, einen Windpark oder eine Pipeline zu erlangen, haben die Kommunikationschefs von Tennet und Shell auf dem diesjährigen Kommunikationskongress deutlich gemacht. Jetzt geht es darum, die Augen zu öffnen und nach neuen Wegen zu suchen. Die VDI 7000 kann ein Pfadfinder dazu sein.

 
 

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