Bild am Sonntag schließt seine Social-Media-Präsenzen. Foto: Getty Images / StockSeller_ukr
Bild am Sonntag schließt seine Social-Media-Präsenzen. Foto: Getty Images / StockSeller_ukr
Facebook-Seite schließt

Auch in Social Media: Bild absorbiert BamS

Bild-Chef Julian Reichelt treibt die Integration von BamS voran: Bild am Sonntag verschwindet aus sozialen Medien.
Aus der Redaktion

Die Tage von Bild am Sonntag in den sozialen Medien scheinen gezählt. Wie die nach eigener Angabe größte europäische Sonntagszeitung auf ihrer Facebookseite bekanntgab, wird diese „bald“ geschlossen. Die gut 160.000 Fans könnten stattdessen Bild folgen, das derzeit rund 2,5 Millionen Facebook-Follower:innen verzeichnet. Der abgesehen von dieser Ankündigung letzte Post der Fanpage stammt vom 11. Januar.

Ähnlich sieht es beim Twitter-Kanal von Bild am Sonntag aus: Den bislang letzten Tweet setzte die BamS-Redaktion am 12. Januar ab. Eine Ankündigung zur Schließung des Kanals gibt es bislang allerdings nicht. Bei Twitter kommt Bild am Sonntag auf etwa 22.000 Follower:innen, der Hauptkanal von Bild dagegen auf etwa 1,7 Millionen.

Damit neigt sich die eigenständige Präsenz von Bild am Sonntag in den sozialen Medien ein gutes halbes Jahr nach der Ankündigung von Axel Springer, die Redaktionen von Bild und Bild am Sonntag zusammenzulegen, ihrem Ende entgegen. Die fusionierte Redaktion steht unter der Leitung von Julian Reichelt. BamS-Chefredakteurin Marion Horn hatte daraufhin im November 2019 bekanntgegeben, Springer zu verlassen.

Neben der weitgehenden Integration der Redaktion und Marke Bild am Sonntag in Bild steht für Chefredakteur Reichelt die TV-Präsenz der Boulevardzeitung offenbar im Mittelpunkt seiner Strategie. Wie Horizont zuerst berichtete, verkündete er in einer internen E-Mail die Zielmarke von 40 Millionen Zuschauern für Bild TV über diverse Plattformen hinweg. Laut Reichelt setze die Zeitung „die wilde Gefühlswelt von Menschen in aufregende Bilder um".

Vor wenigen Tagen hat Bild bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg offiziell eine TV-Lizenz beantragt.

 

 
 


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Muss sich häufig vor Unternehmen und Politik – hier vor dem US-Kongress 2018 – rechtfertigen, warum er so wenig gegen Hate Speech unternimmt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (c) picture alliance/Xinhua News Agency/Ting Shen
Foto: picture alliance/Xinhua News Agency/Ting Shen
Lesezeit 6 Min.
Bericht

Zu viel Hass auf Facebook-Seiten

Um das Zuckerberg-Netzwerk zu zwingen, stärker gegen Hass auf seiner Plattform vorzugehen, schlossen sich weltweit Tausende Unternehmen einem Werbeboykott an. Einige planen nicht mehr zurückzukehren.
 
Hirn einschalten und den Respekt vor anderen nicht verlieren - dann wird es auch was mit der Debatte. (c) Getty Images/oatawa
Foto: Getty Images/oatawa
Lesezeit 3 Min.
Kolumne

Schöner debattieren mit Hirn und Herz

Die Diskussionskultur im Netz ist für unseren Kolumnisten mehr ein Diskussionskrieg und oft ein Kampf um die Wahrheit. Doch es gibt Lösungen. »weiterlesen
 
Behörden seien in der Coronakrise über sich hinausgewachsen, beobachtet Christiane Germann. (c) Henning Schacht
Foto: Henning Schacht
Lesezeit 2 Min.
Interview

Drei Fragen an … Christiane Germann

Christiane Germann, Expertin für Behördenkommunikation, spricht über einen positiven Effekt der Coronakrise auf die Social-Media-Aktivitäten von Verwaltungen und erklärt, warum Behörden jetzt nicht nachlassen dürfen. »weiterlesen
 
Weg vom „Plastik-Bashing“: Mit einer Kampagne wollten zwei Verbände die Debatte um Kunststoff versachlichen. (c) Getty Images/Harry Wedzinga
Foto: Getty Images/Harry Wedzinga
Lesezeit 4 Min.
Gastbeitrag

Ambivalentes Plastik

Kunststoffverpackungen verschmutzen die Meere. Die Verbände IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und Plastics Europe Deutschland versuchen trotzdem, eine sachliche Diskussion anzustoßen. »weiterlesen
 
Vodafone-Deutschland CEO Hannes Ametsreiter und Pressesprecher Tobias Krzossa. (c) Vodafone / Kasper Jensen
Vodafone-Deutschland CEO Hannes Ametsreiter und Pressesprecher Tobias Krzossa. Foto: Vodafone / Kasper Jensen
Interview

Visual Storyteller auf allen Kanälen

Wie nahbar darf ein Top-Manager sein? Ein Interview mit dem CEO von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, und seinem Pressesprecher Tobias Krzossa. »weiterlesen
 
In der Corona-Krise ist eine schnelle und effiziente Kommunikation gefragt. (c) Unsplash / Glenn Carstens-Peters
Foto: Unsplash / Glenn Carstens-Peters
Gastbeitrag

Wie Online-PR in Corona-Zeiten aussehen sollte

Kaum ein Unternehmen war auf den Corona-Ausbruch und die anschließende Wirtschafts- und Gesundheitskrise vorbereitet. Gefragt ist jetzt eine schnelle und effiziente Kommunikation. »weiterlesen