Unnötige Abstimmungsprozesse und eine schlechte Organisation kosten die meiste Zeit im PR-Alltag. (c) Thinkstock/Rawpixel
Unnötige Abstimmungsprozesse und eine schlechte Organisation kosten die meiste Zeit im PR-Alltag. (c) Thinkstock/Rawpixel
Zeitfresser in der PR

Jeder Zweite beklagt unnötige Abstimmungsprozesse

Welche Faktoren halten PR-Schaffende am meisten auf? Die Antwort darauf fällt nach einer aktuellen Befragung eindeutig aus.
Carolin Sachse-Henninger

Abstimmungsschleifen, unklare Zielsetzungen und schlechte Briefings kosten PR-Schaffenden die meiste Zeit. Das ist ein Ergebnis des jüngsten „PR-Trendmonitors“, den die dpa-Tochter News Aktuell gemeinsam mit der PR-Agentur Faktenkontor durchgeführt hat.

Demnach sind es vor allem unnötige Abstimmungsprozesse, die den Befragten am häufigsten zusetzen (59 Prozent). Auch kostet es viel Zeit, wenn Ziele nicht von Anfang an klar definiert wurden (44 Prozent). Fast ebenso häufig machen den Kommunikatoren schlechte Briefings zu schaffen (43 Prozent). Schlecht strukturierte Meetings oder zu viele administrative Aufgaben sind für jeweils 42 Prozent der Befragten kritisch.

Grund für die Zeitfresser sind laut Studienautoren Defizite bei der internen Kommunikation und Organisation. Zudem fehle es noch immer häufig an digitalen PR-Werkzeugen. So geben 23 Prozent der Befragten an, dass sie PR-Inhalte mit verschiedenen Tools auf vielen Kanälen einzeln posten müssen. Doch auch der Faktor Mensch kostet Zeit: So beklagen 19 Prozent der PR-Fachkräfte eine schlechte Führung durch den Chef.

Diese Faktoren halten PR-Schaffende am meisten auf. (c) Quadriga Media Berlin/news aktuell/Faktenkontor
Diese Faktoren halten PR-Schaffende am meisten auf. Klicken Sie auf die Grafik, um sie zu vergrößern. (c) Quadriga Media Berlin/news aktuell/Faktenkontor

Über die Studie

Die dpa-Tochter News Aktuell und die PR-Agentur Faktenkontor führen den „PR-Trendmonitor“ regelmäßig durch. Für die aktuelle Ausgabe fragten sie Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen, welche Faktoren sie bei der Arbeit am meisten aufhalten. 987 Kommunikatoren nahmen an der Onlinebefragung im Februar dieses Jahres teil.

 

 
 

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