(c) Cover: De Gruyter, Collage: Laurin Schmid
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Rezension

Absolute Pflichtlektüre

Mit ihrem Ratgeber zur Kommunikationssteuerung im Digitalzeitalter legen Lothar Rolke und Jan Sass einen Sammelband vor, der sich als Standardwerk etablieren wird.
Anne Hünninghaus

Unternehmenskommunikation lässt sich nicht regulieren wie ein selbstfahrendes Auto. Im Gegenteil, in einer digitalisierten Welt ist diese Aufgabe noch deutlich anspruchsvoller geworden und erfordert strategisches Umdenken. Dennoch: Um die eher trocken und technisch anmutenden Themen Steuerung und Controlling machen viele Kommunikatoren nach wie vor lieber einen großen Bogen. Das neue Handbuch von Berater Jan Sass und  dem Mainzer Professor Lothar Rolke liefert auf 342 Seiten eine Anleitung dafür, solide zu managen und Ziele stringent zu erreichen.

Erfreulich ist die vielseitige Aufbereitung. Der Sammelband umfasst in fünf Themenblocks insgesamt 25 Beiträge diverser Autoren, keiner davon ist umfangreicher als 22 Seiten. In kleinen Häppchen bringen sie dem Leser Grundlagen und bunt bebilderte Best Cases näher, die spannenden Einblick in die Kommunikationssteuerung von GIZ, Siemens, Deutscher Post und Co. bieten. Gerade den Unternehmensvertretern gelingt es zum Großteil gut, ohne große Nabelschau ihre wichtigsten Learnings auf unterhaltsame Weise herauszustellen. Nur das Kapitel von Bahn-Kommunikator Kornmann, der sich den „Kampagnenjournalismus“ vorknöpft und dabei ein „wir“ versus „die“-Bild der beiden Berufsgruppen zeichnet, schießt über das Ziel hinaus.

Insgesamt liefert der Ratgeber fundiertes Grundlagenwissen und darüber hinaus viel Ins­piration – damit eignet er sich als „Rundumpaket“ und sollte in keinem Bücherregal fehlen. 

Bewertung: Absolutes Lese-Muss (fünf von fünf möglichen Sternen)

Cover: De Gruyter

Lothar Rolke, Jan Sass (Hrsg.): Kommunikationssteuerung. Wie Unternehmenskommunikation in der digitalen Gesellschaft ihre Ziele erreicht, De Gruyter 2016, 89,95 Euro

 

 
 

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Kommentare

Anne Hünninghaus stellt in ihrer Rezension zurecht fest: Normalerweise sollte das Verhältnis zwischen Kommunikatoren und Presse mehr von Kooperation als von Kontroversen geprägt sein. Wenn es aber darauf ankommt, ist Deutungshoheit ohne Kampagnenfähigkeit nur schwerlich zu erringen. Die im Buch beschriebene Kampagne zur angeblichen BahnCard-Abschaffung ist ein krasses Fallbeispiel, leider aber auch Teil der Realität.


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