Neun von zehn Befragten äußerten ihr Misstrauen gegenüber Public Relations. (c) Getty Images / stevanovicigor
Neun von zehn Befragten äußerten ihr Misstrauen gegenüber Public Relations. (c) Getty Images / stevanovicigor
Image-Problem für die PR

92% misstrauen Public Relations (Umfrage UK)

Die PR selbst hat einen miserablen Ruf und wird häufig missverstanden. Das legen aktuelle Umfrageergebnisse aus Großbritannien nahe.
Aus der Redaktion

Die PR hat ein gravierendes PR-Problem. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage aus Großbritannien zur öffentlichen Wahrnehmung von Public Relations.

Zwar liegen aktuell keine vergleichbaren Daten aus Deutschland vor; dennoch sollten die Ergebnisse der britischen Umfrage unter Kommunikationsexperten auch hierzulande zum Nachdenken über das Image des eigenen Berufsstandes anregen.

Wie PR Week UK berichtet, äußerten bei der von Ginger Research durchgeführten Erhebung 92 Prozent der Teilnehmer die Meinung, Hauptaufgabe von Public Relations sei es, „die Öffentlichkeit zu täuschen“. Ebenfalls 92 Prozent betrug demnach der Anteil derjenigen, die meinten, PR-Spezialisten beugen zumindest gelegentlich die Wahrheit. Ein Fünftel war überzeugt, Public Relations produziere generell „Fake News“.

62 Prozent der Befragten gaben an, nicht zu wissen, was Public Relations eigentlich sei. Weitere 27 Prozent der Umfrageteilnehmer gingen davon aus, es gäbe keinen Unterschied zwischen PR und Marketing.

Zwar konnte sich jeder zehnte Teilnehmer vorstellen, selbst in der PR zu arbeiten – doch nur fünf Prozent wünschten sich, ihre Kinder würden eine Tätigkeit als Kommunikator übernehmen.

Etwa zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (64 Prozent) waren zudem der Überzeugung, Public-Relations-Experten hätten einen „glamourösen, leichten Job“ und würden ihre Zeit hauptsächlich damit verbringen, „Cocktails auf Partys zu schlürfen“.

Für die Erhebung befragte Ginger Research im Mai 2019 insgesamt 1.500 Erwachsene aus Großbritannien; die Ergebnisse gelten als repräsentativ.

 

 
 


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