VERANTWORTUNG

Ausgabe "/2019: Verantwortung (c) Seda Demiriz/Quadriga Media Berlin

Ausgabe: 2/2019

Verantwortung, los!

Kürzlich, während der Recherche für diese Ausgabe des pressesprecher, stieß ich auf ein klamaukiges Schild, wie es früher in holzvertäfelten Partykellern hinter der Theke zu finden gewesen ist. Die Aufschrift lautete: „In unserem Team gibt es zwei neue Kollegen. Sie heißen Jemand und Niemand. Jemand baut ständig Mist. Niemand ist schuld.“

Ja, ja, Verantwortung zu übernehmen, ist nicht immer ein Spaß. Pressesprecher kennen das. Sie können sich selten verstecken, wenn Fragen auf sie einprasseln. Qua Profession sind sie Kommunikationsverantwortliche. In der Öffentlichkeit prägen Sprecher durch ihre Worte das Bild ihres Arbeitgebers maßgeblich mit. Das beinhaltet, verantwortungsvoll umzugehen mit Informationen, mit Vertraulichkeiten, mit Werten, mit Sprache und, ja, auch mit Fehlern. Eine vielfältige, eine verantwortungsvolle Aufgabe.

In unserer Titelstrecke erfahren Sie mehr über diese Aspekte, liebe Leser. Wir beleuchten darin unterschiedliche Perspektiven von Corporate Responsibility und fragen: Was ist „politisch korrekte Sprache“? Wie gelingt sie? Außerdem haben wir Kommunikatoren gebeten, mit uns über den besten Umgang mit Fauxpas zu sprechen. Und in Unternehmen haben wir uns umgehört, wie viel Verantwortung für Kommunikation sie ihren Corporate Influencern eigentlich noch übertragen wollen.

Neu im pressesprecher ist, dass es ab sofort in jeder Ausgabe ein praxisnahes Fokusthema gibt. In diesem Heft lesen Sie auf zehn Seiten das Wichtigste über Newsrooms – Tipps und Brancheninsights inklusive.

Mit den besten Grüßen

Jens Hungermann
Chefredakteur

Artikel aus dem Magazin VERANTWORTUNG

Bei Newsrooms empfiehlt sich eine Umsetzung in Form kleiner und konsequenter Schritte. (c) Getty Images / jopelka
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Einen Newsroom aufbauen – Schritt für Schritt

Ob es um den Aufbau eines Corporate Newsrooms geht oder um seine Optimierung – es empfehlen sich kleine, konsequente Schritte. Unsere Tipps für Strategie und Planung. »weiterlesen
 
Eine offene, wertschätzende Beziehung zwischen Arzt und Patient kommt selten zustanden. Das liegt oft auch an der Kommunikation. (c) Getty Images / Sergey Tinyakov
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Gastbeitrag

„Kommunikation in der Medizin darf kein Luxus sein"

Ärzte tragen große Verantwortung. Eine offene, empathische und wertschätzende Beziehung zu ihren Patienten kann Therapien positiv beeinflussen. Doch eine solche Beziehung kommt nicht immer zustande. Oft liegt das an einer missglückten Kommunikation. »weiterlesen
 
"Jeder Mensch hat die freie Wahl, zu entscheiden, wie er kommuniziert." (c) Getty Images / boonchai wedmakawand
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Interview

„Es geht um Präzision in der Sprache“

Sprache kann aufklären, vermitteln oder diskriminieren. Wer mit ihr arbeitet, trägt Verantwortung und sollte sich darüber bewusst sein, was seine Worte bewirken. 2014 gab die NGO „Neue Deutsche Medienmacher“ ihr erstes Glossar zu „politisch korrekter“ Sprache heraus. Im Interview erklärt die Geschäftsführerin Konstantina Vassiliou-Enz, was dahintersteckt. »weiterlesen
 
Welche Folgen wird die Automatisierung von Dialogen für die Nutzer haben? (c) Getty Images / ismagilov
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Gastbeitrag

Wie KI die Unternehmenskommunikation verändert

Künstliche Intelligenz wird unsere Vorstellung von Unternehmenskommunikation deutlich verändern. Bereits heute trägt diese Technologie dazu bei, automatisch Muster im dauernden Nachrichtenfluss zu erkennen und besser zu verstehen. Mithilfe von KI wird man auch Dialoge automatisieren können – etwa durch sogenannte Dialogroboter. Aber welche Folgen hat das für die Nutzer? »weiterlesen
 
Ob und wie Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden, wird heute minutiös beobachtet und analysiert. (c) Getty Images / Ridofranz
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Essay

So kommuniziert man unternehmerische Verantwortung

Unternehmerische Verantwortung ist zum Wettbewerbsfaktor geworden. Um breite Anerkennung zu ernten, will sie gut erklärt sein. Das obliegt auch Kommunikationsprofis – und ist nicht immer leicht. »weiterlesen
 
Osram nutzte den Umbruch im Glühbirnenmarkt zu einer radikalen Neupositionierung. (c) Getty Images/tiero
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Gastbeitrag

„Die Vision fehlte, wir brauchten einen Neuanfang“

Als Osram den Verkauf des traditionellen Glühlampen-Geschäfts beschloss, stand das mehr als 110 Jahre alte Unternehmen vor der Frage: Wofür stehen wir heute? Die Kommunikationsabteilung nutzte die Möglichkeit zu einer radikalen Neupositionierung. »weiterlesen