KREATIVITÄT

Ausgabe 2/2017: Kreativität (c) Thinkstock

Ausgabe: 2/2017

Geistesblitze und Blitzableiter

Willkommen in Areal 19, richten Sie sich gut ein! Nein, es handelt sich dabei nicht um ein hippes Etablissement im Berlin-Kreuzberger Norden, sondern um einen Teil der Großhirnrinde – und zwar den, der uns in Bildern denken lässt und damit für kreatives Denken mitverantwortlich ist. Als Albert Einsteins Gehirn post mortem untersucht wurde, stellte man fest, dass dieser und ein angrenzender Bereich besonders gut vernetzt und ausgestattet waren. Und das war nicht etwa Voraussetzung, sondern vielmehr Ergebnis seiner berühmten Geistesblitze. Solch ein neuronales Netzwerk können Sie auf unserem aktuellen Cover sehen.

Manchmal müssen wir lange auf Aha-Momente warten. Wir fühlen uns blockiert. Kreativ zu sein, birgt auch etwas Fragiles in sich. Die  Umgebung und der innere Zustand sollten stimmen. Doch gerade im PR-Alltag müssen oft schnell Ideen her. Wie genau es in unserem Gehirn zur Idee kommt, ist für die Wissenschaft immer noch Magie. Was wir jedoch wissen: Zeit- und Erwartungsdruck, Routine und Ängste behindern unsere schöpferische Kraft.

Wir wollten Ihnen, liebe Kommunikatoren, Mut machen und ­beweisen, wie kreativ die PR sein kann. Was würden Sie tun, wenn Sie eine Mil­lion Euro Extra-Budget hätten? Diese Frage haben wir PRlern für unsere Titel-Auftaktseite gestellt. Tja, statt auf Geistesblitze trafen wir allerdings auf Blitzableiter.
„Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts“, soll Physik-Genie Einstein einmal gesagt haben. Den meisten erschien dieser Gedanke wohl zu absurd, denn wir bekamen gerade einmal drei Antworten. Ein Einziger sagte ab, 23 weitere – sorgsam ausgewählte – Kommunikatoren schwiegen. Schockstarre. Gerettet wurde unsere Mini-Umfrage durch ein Recherchetool, das uns ermöglichte, die Frage noch einmal allgemein zu stellen. Indirekt angesprochen, sprudelten die Ideen.

So wünschen wir auch Ihnen viele gute Einfälle, Geistesblitze und Mut für dieses PR-Frühjahr – und dass unsere Titelstrecke Sie inspirieren wird.Im Essay stellen wir uns die Frage, ob Kreativität in der Unternehmenskommunikation überbewertet ist. Ein Innovationscoach erklärt, wie wir lernen können, kreativ zu sein. Für hoffentlich eine Menge guter Ideen stellen wir Ihnen eine subjektive Auswahl an Kreativitätstechniken vor. Außerdem waren wir zu Besuch beim Berliner Open Innovation Space des Medizintechnikunternehmens Ottobock. Und wir gehen der Frage nach, inwiefern Design Thinking für die PR funktioniert.

Ihre Jeanne Wellnitz und Anne Hünninghaus

 

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