DIGITAL FIRST

Ausgabe 1/2021: Digital First (c) Quadriga Media/Getty Images/Tickcharoen04

Ausgabe: 1/2021

Digital

Clubhouse, Clubhouse und noch mal Clubhouse. Im Januar gab es für die Kommunikationsbranche kein wichtigeres Thema. Die Coronakrise schien überwunden, der Lockdown besser erträglich.

Den Clubhouse-Hype habe ich mit Befremden wahrgenommen. Natürlich ist es schön, wenn erwachsene Menschen sich für etwas begeistern können und neugierig sind. Weniger schön ist es, wenn aufgrund der Tatsache, ein neues iPhone zu besitzen, der Tenor ist, dass man selbst zur digitalen Avantgarde gehört. Alle anderen: Bitte draußen bleiben! Ich halte es für eine zentrale Kompetenz von Kommunikationsverantwortlichen, sich in unterschiedliche Menschen hineinversetzen zu können und deren Lifestyles und Meinungen zu verstehen. Offenheit und das Verlassen der eigenen Bubble sind notwendig. Nur so lässt sich ein Gefühl dafür entwickeln, wie man verschiedene Zielgruppen erreicht.

Zu Clubhouse habe ich für die „pressesprecher“-Website etwas geschrieben. Die Kurzfassung: Die Audio-App bietet die Möglichkeit, unkompliziert Diskussionen zu starten. Das lässt sich auch in der professionellen Kommunikation nutzen. Ich halte den Trend zu Bewegtbild für stärker und sehe deshalb in Clubhouse ein begrenztes Potenzial.

Worum geht es in dieser Ausgabe? Auf Seite 58 haben wir eine Übersicht der Kommunikationschefinnen und -chefs der Dax-30-Unternehmen erstellt. Sie sind im Schnitt 51 Jahre alt. 18 Männer stehen zwölf Frauen gegenüber. Es mangelt weiterhin an Diversität an der Spitze. Wir gehen der Frage nach, ob Pressesprecher*innen lügen dürfen und wie man das vermeiden kann. Magdalena Rogl von Microsoft berichtet auf Seite 14, welche Erfahrungen sie aktuell im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in einem Pflegeheim macht.

Digitale Hauptversammlungen sind ein weiteres Thema. Wir beleuchten, wie Unternehmen mit Serien und Dokumentationen im Netflix-Stil Storytelling betreiben. Silvie Rundel, Kommunikationschefin des „Zeit“-Verlags, spricht im Interview darüber, wie sie digitale Formate in der internen Kommunikation eingeführt hat und wie die Journalist*innen der Wochenzeitung darauf reagiert haben. Wir stellen vier Kommunikationskampagnen zum Impfen vor und analysieren, mit welcher Strategie Bündnis 90/ Die Grünen in den Bundestagswahlkampf zieht. Welchen Medien gibt Angela Merkel Interviews? Mehr dazu ab Seite 12.

In eigener Sache: Der „pressesprecher“ wird mit der Juli-Ausgabe einen neuen Namen bekommen. Im August zieht unsere Website nach. Am 2. und 3. September findet in Berlin übrigens der Kommunikationskongress statt.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!

Volker Thoms, Chefredakteur

 

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Ausgabe 1/2021: Digital First (c) Quadriga Media/Getty Images/Tickcharoen04
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Ausgabe 1/2021: Digital First

In unserer ersten Ausgabe in diesem Jahr widmen wir uns der digitalen Kommunikation. Mit dabei: Wie Unternehmen Storytelling im Netflix-Stil betreiben. Außerdem: Magdalena Rogl über ihr Engagement in einem Pflegeheim, eine Übersicht über alle Kommunikationsverantwortlichen der 30 führenden Dax-Unternehmen und vieles mehr. »weiterlesen