Der CEO ist wesentlich für die Reputation des Unternehmens verantwortlich (c)  Thinkstock/PumpizoldA
Der CEO ist wesentlich für die Reputation des Unternehmens verantwortlich (c) Thinkstock/PumpizoldA
Tipps für eine bessere CEO-Reputation

Der CEO im Licht der Öffentlichkeit

Das Engagement und die Außenwirkung von CEOs beeinflussen zunehmend die Reputation von Unternehmen. Eine Studie.
Eva Theil

Der Ruf eines CEO hat viel Einfluss auf die Reputation eines Unternehmens, gaben 36 Prozent der befragten Führungskräfte an. 44 Prozent gehen von einem mäßigen Einfluss aus. 39 Prozent gaben an, dass die Reputation des CEOs entscheidend für eine Jobzusage sein kann. Das ergab eine Online-Umfrage unter 1.700 Führungskräften, die Weber Shandwick durchgeführt hat.

CEOs, die ein öffentliches Profil haben, erhöhen damit die Chancen, dass auch das Unternehmen hoch angesehen wird, sagen 73 Prozent der befragten Führungskräfte. Aktivitäten auf einem Social-Media-Kanal halten ganze 68 Prozent für wichtig.

Die Studienteilnehmer sind der Meinung, dass es für CEOs wesentlich ist sich in verschiedenen Bereichen zu positionieren. Wichtige externe Aktivitäten sind laut 58 Prozent der Befragten die Teilnahme an Diskussionen und Präsentationen. Dass der CEO Neuigkeiten und Trends mit der Öffentlichkeit teilt, finden 49 Prozent entscheidend.

42 Prozent der befragten Führungskräfte sehen es kritisch wenn ein CEO öffentlich Position zu politischen Fragen bezieht. Dahingegen finden 25 Prozent eine klare Stellungnahme besonders wichtig.

10 Tipps zur besseren CEO-Reputation

  1. Bewerten Sie den Reputations-Status-quo Ihres CEOs.
  2. Entwickeln Sie eine Positionierung, für die der CEO einsteht.
  3. Identifizieren und entwickeln Sie eine CEO-Story, die auf das Unternehmen einzahlt.
  4. Werden Sie zum Branchensieger.
  5. Nutzen Sie die Kompetenzen des Management-Teams.
  6. Machen Sie Media-Trainings.
  7. Evaluieren Sie regelmäßig die Haltung des CEOs zu öffentlichen Belangen.
  8. Entscheiden Sie, wo und wann Ihr CEO auftreten sollte.
  9. Entwickeln Sie eine solide Social-Media-Strategie.
  10. Behalten Sie wichtige Treiber für den Ruf des CEOs im Auge.

Quelle: Weber Shandwick

Hier sehen Sie alle Ergebnisse der Studie.

Zur Studie

Die Kommunikationsberatung Weber Shandwick hat zusammen mit der Rechercheberatung KRC Research eine Online-Umfrage unter 1.700 Führungskräften durchgeführt. Dabei wurden CEOs 19 verschiedener Länder in fünf Kategorien befragt. Die Studie „The CEO Reputation Premium: Gaining Advantage in the Engagement Era” untersucht, inwieweit der Ruf des Unternehmens vom CEO abhängig ist.

 
 

ps/NEWS: Der Newsletter für PR-Profis

 

Ob wichtige Nachrichten, Hintergründe, Case Studies oder aktuelle Debatten: Mit den ps/NEWS erhalten Sie die wichtigsten Informationen der Kommunikationsbranche kostenlos in Ihre Mailbox.
 

Kommentare

Liebe Redaktion, wie groß ist denn der Aussagegehalt, wenn man das Spektrum von "mäßig" bis "viel" zusammenfasst? Und dem Bild des Artikels nach zu urteilen: Gilt das nur für männliche CEOs? Beste Grüße, Katja Tschoepe

Liebe Frau Tschoepe, schön, dass Sie sich für die Studie interessieren. Das Spektrum "mäßig bis viel" ist tatsächlich etwas weitgefasst. Genauere Angaben machte Weber Shandwick auf Anfrage: 36 Prozent der Befragten gaben an, dass die CEO-Reputation mäßigen Einfluss auf den Ruf des Unternehmens hat. 44 Prozent gehen davon aus, dass die CEO-Reputation viel Einfluss auf den Ruf des Unternehmen hat. Daraus ergeben sich die 80 Prozent im Spektrum "mäßig bis viel". Wir haben das im Text ergänzt. Die Studie bezieht sich auf weibliche und männliche CEOs. Unsere Bildauswahl ist leider etwas unglücklich gewesen, das sehen wir ein. Wir geloben Besserung fürs nächste Mal! (jew)


randbemerkung

Bitte achten Sie bei Ihren Beiträgen unsere Netiquette.

Das könnte Sie auch interessieren.

Zwischen PR und Journalismus scheinen die Rollen von Gut und Böse klar verteilt. Ist es wirklich so einfach? Foto: Getty Images/lightfieldstudios
Foto: Getty Images/lightfieldstudios
Lesezeit 4 Min.
Kommentar

Helle und dunkle Seiten

Kommunikatoren und Journalisten sind der Wahrheit verpflichtet. Ihre Werte sind ähnlicher, als beide Berufsgruppen manchmal glauben. Ein geschwächter Journalismus kann nicht im Interesse der PR liegen. »weiterlesen
 
Muss sich häufig vor Unternehmen und Politik – hier vor dem US-Kongress 2018 – rechtfertigen, warum er so wenig gegen Hate Speech unternimmt: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (c) picture alliance/Xinhua News Agency/Ting Shen
Foto: picture alliance/Xinhua News Agency/Ting Shen
Lesezeit 6 Min.
Bericht

Zu viel Hass auf Facebook-Seiten

Um das Zuckerberg-Netzwerk zu zwingen, stärker gegen Hass auf seiner Plattform vorzugehen, schlossen sich weltweit Tausende Unternehmen einem Werbeboykott an. Einige planen nicht mehr zurückzukehren.
 
Ab 1. Oktober 2020 neue Kommunikationschefin des Deutschen Fußball-Bunds (DFB): Mirjam Berle. (c) picture alliance/P0009
Foto: picture alliance/P0009
Lesezeit 4 Min.
Porträt

Krisenerprobte Mannschaftssprecherin

Mirjam Berle übernimmt einen der begehrtesten Jobs der Kommunikationsbranche. Sie wird Direktorin „Öffentlichkeit und Fans“ beim DFB. Neben der Positionierung der Nationalmannschaften gehören Krisenkommunikation und die Rückgewinnung von Vertrauen in den Verband zu ihren Aufgaben. »weiterlesen
 
Wechselt nach rund 20 Jahren in Führungspositionen bei Hering Schuppener auf die Position der Chairwoman: Tina Mentner. (c) Hering Schuppener
Foto: Hering Schuppener
Lesezeit 3 Min.
Meldung

Mentner wird Chairwoman, Bertram Managing Partner

Christoph Bertram folgt Tina Mentner in der Geschäftsleitung. Er ist seit 2010 bei Hering Schuppener und verantwortet seit 2018 den Berliner Standort der Firma. »weiterlesen
 
Onarans neues Buch erklärt, wie man sich positioniert und ein authentisches Thema findet. (c) Goldmann Verlag
Cover: Goldmann Verlag
Lesezeit 2 Min.
Rezension

Auftauchen statt Untergehen

In ihrem neuen Buch plädiert Tijen Onaran dafür, sich selbst zu reflektieren und sichtbar zu werden. Als Personal Brand könnten sich vor allem berufliche Vorteile ergeben. »weiterlesen
 
Firmensitz von BMW in München. (c) www.stadlerphoto.com, BMW Group
Foto: www.stadlerphoto.com, BMW Group
Lesezeit 5 Min.
Meldung

Genug von schlechter Presse

Die BMW Group baut ein Corporate Media House auf. Die Münchener wollen damit ihre Position stärker über ihre eigenen digitalen Kanäle vermitteln. »weiterlesen