news aktuell und pressesprecher suchen wieder das PR-Bild des Jahres.

PR-Bilder in Zeiten von Smartphones und Social Media





PR-Bilder in Zeiten von Smartphones und Social Media
Es ist schon erstaunlich: Im Jahre 2012 sind Bilder plötzlich das große Ding im Web. Pinterest boomt, neue Netzwerke wie Path liefern die Bildbearbeitung am Handy gleich mit und Facebook zahlt eine Milliarde Dollar für die Foto-App Instagram.
16. Mai 2012

Bilder erleben plötzlich eine ungeahnte Renaissance, denn das Internet wird immer mobiler und Smartphones haben immer bessere Kameras. Gleichzeitig schmilzt bei den zahllosen Interaktionsmöglichkeiten im Social Web das Zeitbudget pro Posting immer mehr zusammen. Ein Bild zu teilen geht schneller, als ein Statusupdate ins Handy zu tippen. Unternehmen müssen diese Entwicklungen bei ihrer Kommunikationsarbeit berücksichtigen und für sich nutzen – und trotzdem weiterhin das klassische Handwerk erfolgreicher Bild-PR beherrschen.

 

PR-Bilder werden heute längst nicht mehr allein für die Presse produziert. Vielmehr müssen Unternehmen ganze Bilderwelten für unterschiedliche Zielgruppen bereit stellen – und das am besten in allen gängigen Größen und Formaten. Journalisten haben andere Vorstellungen als die Produzenten von Geschäftsberichten, Sympathisanten einer Marke erwarten im Netz andere Bilder als die Partner im B-to-B-Bereich. Darauf müssen Kommunikatoren vorbereitet sein.

 

Kommunikation mit Bildern ist heute wesentlich vielseitiger und komplexer als noch vor einigen Jahren. Galt damals noch nahezu ausnahmslos der Abdruck im Wirtschaftsteil einer überregionalen Tageszeitung als Königsdisziplin, so kann das heute ebenso gut das tausendfach geteilte Schmunzelbildchen bei Facebook sein. Oder am besten gleich beides parallel.

 

Im Netz gelten neue Regeln. Andere Fertigkeiten und Kenntnisse sind gefragt. Trotzdem aber muss ein Bild heute das Gleiche erreichen, wie schon vor 100 Jahren. Es muss eine Geschichte erzählen. Aber mittlerweile für Print, Online, Mobile und Social Media gleichermaßen. Dabei können schon ein paar wenige Regeln helfen, zeitgemäße und erfolgreiche Kommunikation mit Bildern zu betreiben.

 

 

PR-Bilder erhöhen die Aufmerksamkeit

 

Es ist eine Binsenweisheit. Aber auch im Jahr 2012 müssen Kommunikationsverantwortliche daran erinnert werden, dass Bilder hervorragende Träger von Botschaften sind. Viel zu oft wird das vernachlässigt. Und das, obwohl Studien belegen, dass Pressematerial mehr Aufmerksamkeit genießt, wenn Bilder mitgeliefert werden. Journalisten und Blogger haben dann bessere Möglichkeiten, das Thema aufzugreifen.

 

Freier Zugang

Passwortgeschützte Datenbanken, unsauber ausgefüllte Metainformationen und Begleittexte, unverständliche Dateinamen sowie Pressebereiche, die nicht unter SEO-Gesichtspunkten überprüft wurden, schlagen potenzielle Bildnutzer erfolgreich in die Flucht. Bildanbieter müssen verstehen, dass jede Form von Kontrolle über die eigenen Bilder im Netz mehr oder weniger unmöglich ist. Bilder müssen frei auffindbar und durch Dateiinformationen und Begleittexte eindeutig in Zusammenhänge eingeordnet werden können. Und außerdem ganz wichtig und leider so manchen zu unbequem: Die Bildrechte müssen geklärt sein!

 

Teilbar für Social Media

Durch Facebook, Twitter und andere Plattformen entfalten gute Fotos eine große Reichweite. Auch wenn die Views erfolgreicher Fotos in der Regel nicht an die Auflage einer Zeitung heranreichen, so kann man sich jedoch sicher sein, dass der Betrachter sich bewusst entschieden hat, sich mit dem Motiv zu beschäftigen. Bei einer Zeitung ist das anders. Wie viele Bilder trotz Millionenauflage ungesehen ins Altpapier wandern, wird man nie erfahren. Kommunikationsfachleute müssen darauf achten, dass ihr Bildangebot optimal im Social Web geteilt werden kann. Das bedeutet: Konsequente Integration von Share-Buttons in die Bildangebote. Auch Embedd-Codes werden von Bloggern sehr geschätzt. Und ganz wichtig: Einfach mal mit dem eigenen privaten Account bei Pinterest, Instagram und anderen Diensten herumexperimentieren. Das macht Spaß und verdeutlicht, wie Bilderwelten im Web ticken.

 

Das eigene Thema besetzen

Es ist ein bekannter Zustand: Es gibt unzählige Bilder in Datenbanken und im Web. Aber ausgerechnet für das aktuelle Thema, das ein Redakteur oder ein Blogger im Moment bearbeitet, ist kaum etwas aufzufinden. Hier liegt die Chance für Kommunikatoren. Versetzen Sie sich in die Situation des Berichterstatters und überlegen Sie, welche Motive sich für Nachrichtenportale oder Blogs eignen. Thematisch gelungene Bildangebote haben oft eine jahrelange Halbwertszeit. So können Motive zum Thema Altersvorsorge, Kindererziehung oder Partnerschaft intensiv medial genutzt werden. Bei Fotos für Produkte mit kurzem Lebenszyklus oder bei anderen sich rasant entwickelnden Trends, die bildlich dargestellt werden müssen, hat diese Strategie natürlich wenig Sinn.

 

Nicht nur in Fotografien denken

Es gibt Dinge, die lassen sich kaum fotografieren. Komplexe Dienstleistungen, Prozesse mit langer Laufzeit oder rechtliche Themen. Wenn es für Kommunikatoren schwer ist, solche Dinge über Umwege zu visualisieren, dann sollte man es einfach vergessen und nach anderen Wegen suchen. Eine hilfreiche Variante ist immer die Infografik. Infografiken erklären Zusammenhänge, bieten Orientierung und machen Daten erfahrbar. Allerdings genauso wie man für gute PR-Bilder gute Fotografen braucht, braucht man für gute Infografiken gute Infografiker.

 

Service bieten

PR-Bilder müssen schnell nutzbar sein. Für ein ambitioniertes Magazin oder den Aufmacher in einer Tageszeitung werden in der Regel keine PR-Bilder verwendet. PR-Fotos kommen zum Einsatz, wenn es schnell gehen muss, wenn eine Seite zu füllen ist, wenn gebloggt wird, wenn Facebook wartet. Alles muss bereit gestellt sein, dass die Bilder sofort verwendet werden können: Hochformate, Querformate, Druckqualität, Online-Auflösung, möglichst auch verschiedene Größen von Thumbnail bis zur bildschirmfüllenden Datei. Außerdem sollte immer viel Raum für die Layouter einkalkuliert werden. Keine angeschnittenen Köpfe, keine Schwarz-Weiss-Ästhetik. Darüber wollen die Blattmacher und die Redakteure am Newsdesk schließlich selbst entscheiden.

 

Authentische Inszenierungen

Zu offensichtlich inszenierte Bilder schrecken Redakteure und andere Berichterstatter ab. Die Kommunikationsabteilungen der Unternehmen müssen Bilder bereitstellen, die den Ansprüchen eines professionellen Pressefotografen genügen. Hochglanz, Top-Models und intensive Photoshop-Retusche haben in der PR-Fotografie in der Regel wenig verloren. Besser funktioniert der „echte“ Mitarbeiter am Fließband, der Einsatz eines Produktes im Alltag einer "echten" Familie oder der Firmenlenker in einer ungewöhnlichen aber passenden Umgebung. Natürlich müssen diese Motive bis zu einem gewissen Grad inszeniert werden, damit sich beim Betrachter ein stimmiges Gefühl der Authentizität einstellt.

 

Mobil, Mobil, Mobil

Bilder, Social Media und Mobil bilden heute eine Einheit. Die gesamte Kommunikation, egal ob privat oder kommerziell, bewegt sich immer weiter hin in Richtung Smartphone. Unabhängig von Ort und Zeit wird heute visuell kommuniziert. Schneller und besser, als es mit mobilen Texten je möglich wäre. Pinterest ist ein erfolgreiches soziales Netzwerk, das eigentlich nur daraus besteht, das man das, was man mitteilen möchte, als Bild zeigt. Heute, wo ein großes Farbdisplay zu jedem Smartphone dazugehört, kommen Bildkommunikation und technische Möglichkeiten endlich auf einen gemeinsamen Nenner. Mit durchschlagendem Erfolg. Ein modernes Unternehmen muss auf dem Smartphone sichtbar sein – als App, in sozialen Netzwerken oder auf Smartphone-optimierten mobilen Webseiten.

 

Branding schützt vor Abdruck

Sicher ist es für manche Kommunikations- und PR-Fachleute schwer zu akzeptieren: Man darf nicht zu viel wollen. Branding hat auf PR-Bildern nichts zu suchen. Oder wenn, dann nur äußerst diskret oder kaum sichtbar. Das bedeutet für die Kommunikationsabteilung zwar oft anstrengende Diskurse mit Geschäftsführern und Marketingexperten, aber am Ende lohnt es sich. Journalisten werfen Bilder mit eindeutiger Werbeaussage oder mit aufdringlichem Product-Placement kategorisch in den Mülleimer. Ausnahmen bilden natürlich Produktbilder, die eigens für Servicemagazine oder Special-Interest-Portale erstellt wurden.

 100 Prozent Kreativität

Und nun das Wichtigste. Alle vorherigen neun Tipps kann man komplett vergessen, wenn die Königsdisziplin für PR-Bilder vernachlässigt wird: Die Kreativität. Bilder von grauen Herren in grauen Anzügen, die sich die Hände schütteln oder einen Scheck überreichen will niemand sehen. Im schlimmsten Fall werden sogar negative Images noch verstärkt. Der digitale Mülleimer ist das natürliche Zuhause solcher Produktionen. Zum Glück werden sie immer seltener, aber die kleinen Brüder und Schwestern dieser Gattung leben noch munter unter uns. Medien, Blogger, Fans und Follower wollen Bilder, die die Sinne anregen. Sie wollen Bilder, die glaubhaft und authentisch eine Botschaft in sich tragen. Sie wollen Bilder mit Aha-Effekt, Bilder zum Schmunzeln oder einfach nur Bilder, die sauber und klar informieren.

Gemeinsam mit dem pressesprecher sucht news aktuell wieder die besten PR-Bilder des Jahres. Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen können ihre Motive bis zum 11. Juni kostenlos einreichen unter:

 www.pr-bild-award.de

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