Ausgabe: 7 / 2011 - Image

Aus der Redaktion: 

Ist der Ruf erst ruiniert...

Wie spielen Beamte Mikado? Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Schlechte Kalauer  sind insbesondere in der bald beginnenden Karnevalszeit genau so beliebt  wie landläufige Vorurteile, etwa die sprichwörtliche Trägheit der Beamten. Umso erstaunlicher,  dass nicht nur das Bild vom staatlich vereidigten Büroschläfer nicht stimmt,  sondern auch die Mehrheit der Deutschen dieses Vorurteil überhaupt nicht mehr pflegt.  80 Prozent der Deutschen sehen Beamte als äußerst pflichtbewusst. Zu diesem Ergebnis  kommt die aktuelle Umfrage ‚Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst 2011‘ des Deutschen  Beamtenbunds (dbb) und des Meinungsforschungsinstituts forsa. Das Ansehen der  Staatsdiener hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte verbessert.  Wenig schmeichelhafte Zuschreibungen wie „stur“ und „arrogant“ hätten dagegen deutlich  abgenommen, teilte der dbb mit. Das Beispiel zeigt, wie hartnäckig sich Vorurteile  halten können, obwohl sie eigentlich jeder Grundlage entbehren. Und es zeigt, wie sehr  Berufsgruppen, Verbände und Unternehmen auf ihr Bild in der Öffentlichkeit achten.  Wer die imagebildenden Faktoren eines Unternehmens im Blick behält und zu Veränderungen  bereit ist, kann sein Ansehen in der Öffentlichkeit nachhaltig verändern, wie  unsere Titelgeschichte zeigt. Übrigens Manager, Werbetreibende und Journalisten,  die bislang schon einen schweren Stand hatten, sind in der Gunst der Befragten  weiter abgesackt. Nach dem Image von Öffentlichkeitsarbeitern wurde nicht gefragt. Die  Redaktion wünscht viel Spaß beim Lesen.